Kokosöl – Anwendungsbereiche, Wirkung und Studien

Aus der Kokosnuss stammt eins der vielseitigsten und wertvollsten Heil- und Nahrungsmittel der Welt: das Kokosöl. Eigentlich müsste es so viel kosten wie ein Goldbarren, bei dem, was es alles kann. Biologisch angebaut und kaltgepresst konzentrieren sich in dem einzigartigen Öl eine solche Vielfalt an Wirkungen, dass der Vergleich mit einem Wunderöl durchaus angebracht ist.

In den Tropen, wo die Kokospalme als „Baum des Lebens“ bezeichnet wird, ist das Öl der Kokosnuss seit Jahrhunderten nicht nur als Lebensmittel sondern auch als außerordentlich wirkungsvolles Pflegemittel bekannt und geschätzt, denn seine Zusammensetzung ist einzigartig. Das helle Öl besteht zu 92 Prozent aus gesättigten Fettsäuren, die laut neuester Forschung alles andere als schädlich sind. Gesättigte Fette, kurz- und mittelkettige Fettsäuren werden nämlich aufgrund ihrer höheren Wasserlöslichkeit vom Blutkreislauf schneller aufgenommen als ungesättigte. Dadurch kann die Leber effizienter entgiften und den Blutzuckerspiegel regulieren. Von sämtlichen veganen Lebensmitteln hat Kokosöl die höchste Konzentration dieser mittelkettigen Fettsäuren (MCT) – eine wesentliche Energiequelle für unseren Körper.

Das Öl der braunen, großen Nuss schmeckt als Brotaufstrich, zum Salat oder zum Kochen und Braten. Dabei wirkt es reinigend, denn es unterstützt die Nierenfunktion, erhöht die Aufnahme von Mineralstoffen und Vitaminen, bekämpft Krebs (besonders in Magen und Darm) und erhöht das „gute“ Cholesterin und senkt gleichzeitig das „schlechte“.

Kokosöl ist ein wahrer Faltenkiller und findet deshalb zunehmend in Cremes Verwendung, die – sanft einmassiert – glatte, weiche Haut zaubern. Ein Tropfen frisches Kokosöl auf die Lippen getupft macht einen zarten Kussmund, etwas Öl auf Ellenbogen und Fersen massiert, lässt raue Stellen im Nu verschwinden. Das Wunderöl eignet sich bestens zum abschminken, kann Verbrennungen und Wunden heilen, Narben gar nicht erst entstehen lassen, Sonnenbrand und Insektenstiche verschwinden lassen und sogar Läusen den Garaus machen. Auch für Deodorants und Shampoos ist das Allroundöl ideal, die Zähne macht es strahlend weiß, Zahnfleischentzündungen lässt es abklingen. Nicht nur Haarausfall kann Kokosöl stoppen, angeblich sogar auch den Verlauf von Alzheimer und HIV deutlich verzögern.

Als wenn diese Eigenschaften nicht schon grandios genug wären, tötet Kokosöl neben bakteriellen und viralen Infektionen auch hartnäckige Pilze und Parasiten im Körper ab. Bei Hund und Katze wirkt Kokosöl vorbeugend gegen Zeckenbefall. Leder lässt sich mit dem Feuchtigkeit spendenden Öl der Kokosnuss geschmeidig halten. Umweltbewusste Konsumenten greifen zu Seifen und Waschmitteln, die Kokosöl enthalten statt Palmöl. Denn die Produktion vertreibt weder Menschen noch Orang-Utans aus ihren Lebensräumen, sondern ernährt in erster Linie Kleinbauern.